Personal tools

Rembrandt


Rembrandts Schwur

Rembrandt hatte eine besondere Art zu malen. Gelegentlich leistete er den Schwur, dass ihn niemand beim Malen beobachten dürfe. Er wollte ganz für sich alleine, in völliger Stille, arbeiten. Wenn irgendjemand in seine Nähe kam, wurde er wütend.

Er sagte zu seinen Freunden und Kollegen: "Ihr glaubt, dass ich mich nur so verhalte, weil Ihr meine Freunde, Kollegen und Schüler seid. Aber ich sage Euch, das stimmt nicht. Wenn ich niemanden sehen will, so werde ich nicht einmal den Ersten unter den Monarchen der Welt empfangen."

"Seid versichert, dass dies nicht nur eine Laune von mir ist. Dies ist mein Schwur. Wenn ich etwas nicht tun will, so werde ich es nicht tun. Wenn ich will, dass etwas geschieht, so werde ich es mit allen Mitteln erreichen. Hier erkläre ich Euch, dass selbst der grösste Monarch der Welt nicht in der Lage sein wird, mich malen zu sehen, wenn ich ihn nicht sehen will. In welcher Schuld stehe ich gegenüber irgendjemandem auf Erden? Da ich niemandem etwas schulde, bin ich in keiner Weise verpflichtet, den grössten Monarchen der Welt zu sehen. Wenn ich ganz für mich sein will, so steht es mir vollkommen frei, mich nur mir selbst vorzubehalten."


Schmerzhaft ist die Geschichte des Schicksals

Rembrandt arbeitete sehr hart. Er schenkte der Welt hunderte von Gemälde-Segnungen, Radierungs-Segnungen und Zeichnungs-Segnungen. Seine Errungenschaften sind wahrhaft unsterblich.

Sein Gemälde "Aristoteles betrachtet nachdenklich die Büste von Homer" wurde für mehr als 2 Millionen Dollar verkauft. Oh je, was für ein schockierender Schlag grausamen Schicksals: er starb mittellos. Ein enger Freund von ihm spendete 85,20 Dollar für die Kosten des Begräbnisses.


Nandalal Bose

Als Nandalai Bose ein kleiner Junge war, sah er eines Tages einen Mann, der etwas auf eine Wand zeichnete. Als er näher heranging und sah, dass es ein schönes Bild war, bat er den Künstler, etwas für ihn zu zeichnen. Der Künstler sagte: "Umsonst kann ich gar nichts tun. Du musst mir etwas Geld dafür geben."

Also gab der kleine Junge dem Künstler drei Paise, was ungefähr dem Zehntel eines amerikanischen Cent entspricht. Der Künstler nahm die drei Paise und zeichnete zwei oder drei Linien. Darauf sagt der kleine Junge: "Du hast das Bild noch nicht fertiggemalt."

Der Mann erwiderte: "Du hast mir drei Paise gegeben. Was kannst du für drei Paise mehr erwarten? Nur wenn du mir mehr gibst, werde ich auch mehr zeichnen. "

Also gab der kleine Junge dem Künstler drei weitere Paise. Darauf zeichnete der Künstler noch einige Linien, aber es war noch immer unvollständig.

"Es kann niemals fertig werden ", sagte der Mann, "solange du mir nicht mehr Geld gibst."

Der Junge fuhr fort, dem Künstler immer drei Paise zu geben und jedes mal zeichnete der Künstler ein wenig weiter. Schliesslich erkannte der Junge zu seiner grössten Überraschung, dass der Künstler ihn zeichnete. Der Junge war so bewegt und erstaunt, sein eigenes Gesicht so schön gezeichnet zu sehen. Der Künstler zeichnete mit Kohle und Wasser, und anstelle eines Pinsels verwendete er Lumpen.

Am Ende wurde aus Nandalai selbst ein grosser, unsterblicher Künstler. Auch er verwendete für einige seiner wichtigsten Werke Kohle, Wasser und Lumpen. Sie entstanden in Santiniketan, was für sein literarisches, kulturelles und künstlerisches Leben von Millionen so hoch geschätzt wird.

 

By: Sri Chinmoy

Sri Chinmoy Art - Home  |  Contact   |  Copyright Info 

 

cc

 

© Copyright 2007, Sri Chinmoy